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Interview

Zukunftsland DENTROPIA

DENTROPIA eröffnet eine neue Welt der Zahnheilkunde für Kinder und Jugendliche. Pädagogische Konzepte ergänzen die Zahnmedizin — ganzheitlich und unter einem Dach. Das ist neu. Was steckt hinter der Idee? Die beiden Initiatorinnen, Zahnärztin Houma Kustermann und Gesundheitspädagogin Sybille van Os-Fingberg, geben Antwort.

 

Was bedeutet Dentropia?
Houma: Ich bin in Kamerun im tropischen Afrika aufgewachsen. Zur Zahnärztin wurde ich in Deutschland ausgebildet. Der Fachbegriff für Zahnarzt – Dentist – ist abgeleitet vom lateinischen Dens, Zahn. Als wir einen lustigen und spannenden Namen für unseren „Neuanfang“ gesucht haben, fiel uns diese Kombination vom lateinischen Dent und meiner Herkunftsregion ein.

 

Warum habt ihr Dentropia gegründet?
Houma: Als Zahnmedizinerin habe ich keine pädagogischen Fähigkeiten vermittelt bekommen. Ich stellte aber sehr schnell fest, dass mein Beruf diese Fähigkeiten von mir abverlangt. Bei meiner Praxisgründung 2005 suchte ich schon Partnerschaften in den Bereichen Coaching, Pädagogik und Patientenführung. Sowohl meine Patienten als auch ich erfuhren durch diese Erweiterung der Fachkompetenzen einen Mehrwert. Nach zehn Jahren Praxiserfahrung mit Zahnmedizin und Pädagogik traf ich auf die Gesundheitspädagogin Sybille van Os-Fingberg. Wir erarbeiteten auf der Grundlage unserer jeweiligen Kompetenzen strukturierte Konzepte für die zahnmedizinisch-pädagogischen Aufgaben. Dentropia ist der Ort, an dem wir diese Konzepte in die Praxis umsetzen, weiter entwickeln, erproben und sie dann im Bildungszentrum vermitteln.
Sybille: Als Coach, Gesundheitspädagogin und Zahnarzthelferin habe ich viele Prophylaxekurse mit Kindern und Jugendlichen, Eltern-Coachings und Erzieherfortbildungen durchgeführt. Für Zahnärzte und Gesundheitseinrichtungen in ganz Deutschland wurde ich als Schulungsreferentin für zahnmedizinisches Fachpersonal angefragt. Aufgabe war,  sie zu befähigen, Patienten emphatisch zu führen, ihre Anliegen wahrzunehmen und sie zur Mitarbeit zu motivieren. Das ist in der modernen Zahnmedizin eine pädagogische Aufgabe. Das Konzept Zahnmedizin plus Pädagogik verbindet beide Fachrichtungen. Als ich Houma Kustermann kennenlernte, fanden wir sehr schnell Übereinstimmungen in dem, was Kinder und Jugendliche und Eltern in einer Zahnarztpraxis benötigen. Das war der Anfang von Dentropia.

 

Mehr Kompetenz für die Zahnarztpraxis

 

Was ist bei euch anders?
Houma: Nicht jeder Patient benötigt die gleiche Aufmerksamkeit, doch jeder Patient sollte die Aufmerksamkeit bekommen, die er braucht. Deshalb legen wir einen weiteren Schwerpunkt auf die Rehabilitation. Besonders wichtig sind uns dabei Kinder und Jugendliche, bei denen normale Präventionsmaßnahmen nicht greifen. Diese Patienten haben überdurchschnittlich viel Karies; unsere sogenannten Risikopatienten. Mit unserem Rehabilitationskonzept erreichen wir, dass diese Patienten wieder an allgemeinen Prophylaxeprogrammen teilnehmen können.
Sybille: Bei Dentropia steht das Eltern-Coaching im Mittelpunkt. Wir arbeiten sowohl in Einzelgesprächen mit den Bezugspersonen und trainieren ebenfalls Kinder, Jugendliche und Eltern in Gruppen. Durch altersgerechte, motivierende Prophylaxeimpulse geben wir Hilfestellung zur Mundgesundheitserziehung.

 

Was bedeutet das PLUS bei Dentropia?
Sybille: Viele profitieren von unserem Konzept — Patienten und Eltern, weil sie sich aufgehoben fühlen und verstanden wissen. Zahnärzte, weil sie eine höhere Arbeitszufriedenheit erfahren, indem sie dem heutigen Berufsanforderungen gerecht werden. Erzieher und Pfleger, weil sie die Bedeutung der Mundgesundheit umfassender verstehen und wertvolle Anregungen für ihre pädagogische Arbeit erhalten.
Houma: Zahnärzte und ihre Praxisteams, weil sie bei uns ein praxiserprobtes und wirtschaftliches Umsetzungsmodell von Zahnmedizin PLUS Pädagogik kennenlernen.

 

Pädagogisches Coaching ist eure Spezialität. Was versteht man darunter?
Sybille: Wir wollen nicht nur kurativ handeln und präventiv intervenieren, sondern Menschen befähigen, für sich selbst zu sorgen. Dies gelingt durch Hilfe zur Selbsthilfe. Kreative Prophylaxeimpulse vermitteln Informationen. Trainingsprogramme helfen bei der Umsetzung. Individuelles Coaching stärkt die Eltern. Die meisten Eltern wollen Gesundheit für Ihr Kind, auch bei den Zähnen. Aber vielen fehlt das nötige Wissen, oder es kommt durch Alltagsbelastungen nicht zur Umsetzung.
Houma: Wir begeben uns auf Schatzsuche und nicht auf Fehlersuche. Die richtige und langfristige Lösung für das Kind und den Jugendlichen kommt nicht vom Zahnarzt, sondern immer aus dem Patienten- oder Elternmund.

 

Rehabilitation im Mittelpunkt — unser Beitrag zur Chancengleichheit

 

Wie wollt ihr eure Erfahrungen weitergeben?
Sybille: Dafür haben wir das Dentropia-Bildungszentrum gegründet. Hier treten wir in Austausch mit Multiplikatoren, die als wichtige Bezugspersonen des Kindes Einfluss auf dessen Lebenswelt haben. Unser Programm richtet sich besonders an Zahnärzte und zahnmedizinisches Fachpersonal sowie Erzieher, Tagesmütter und Hebammen.
Houma: Wir sind überzeugt, dass Fachkollegen in unseren Seminaren, Workshops und individuellen Coachings ihre Leistungsfähigkeit und eigene Zufriedenheit deutlich verbessern können.

Was wünscht ihr euch für die Zukunft?
Sybille: Dass wir im Bildungszentrum am Rande des Schwarzwalds viele gute Begegnungen haben.
Houma: Wir freuen uns darauf, dass wir unsere Erfahrungen mit der Fachwelt teilen und weiter im Lern- und Entwicklungsprozess bleiben.

 

 

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